Halle 58 Architekten , Wettbewerbe
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Werkliste
Wettbewerbe
Halle 58 Architekten, Wettberbe
 
 
 
 
  Bern, Januar 2012
Copyright © 2000 - 2012 Halle 58 Architekten. All Rights Reserved.
2011 Studienauftrag Jugendherberge Saanen
   
Veranstalter: Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus
Architektur: Halle 58 Architekten, Bern
   

I d e e
Die Geste ist einfach: Alles unter einem Dach. Das neue Gebäude ist schlicht, kompakt und vermittelt mit seinem asymmetrischen Satteldach und unterschiedlichen Gebäudetiefen zwischen den projektierten und bestehenden Nachbarbauten. Das Terrain wird weitgehend belassen und die grossen Bäume erhalten. Um wertvollen Aussenraum auf der Süd- und auch Westseite zu schaffen, wird das Gebäudevolumen an den Fuss des Hanges gerückt. Eine hölzerne, feingegliederte und raumhaltige Fassade übernimmt die regionale Bauweise und interpretiert diese zeitgemäss.

K o n t e x t
Westlich vom Saaner Dorfkern liegt die Davidsmatte, auf welcher markante neue Hotel-, Residenz- und Wohnbebauungen projektiert sind. Die Jugendherberge an der Schnittstelle zwischen Hotel und Wohnhäusern, soll darauf Bezug nehmen und dennoch eigenständig
bleiben. Ein massives Sockelgeschoss, darauf aufgesetzt eine Holzfassade und ein prägnantes flachgeneigtes Schrägdach verortet und integriert das Gebäude baulich in der Region.
S t r u k t u r u n d V a r i a b i l i t ä t
Das Erdgeschoss birgt Eingang, Foyer, Rezeption, die Gemeinschafträume, wie Essraum, Lounge und Spielzimmer, sowie die Küche und die nötigen Nebenräume. Kern, Treppenhaus und Eingang: drei Räumlinge gliedern das Geschoss. Die Obergeschosse weisen eine modulare, differenzierte und variable Gästezimmerstruktur, sowie die Dachwohnung auf. Ein massiver, tragender Kern umschliesst die nötigen gemeinsamen Sanitäranlagen.
Im teilweise beheizten Untergeschoss sind Technik, Nebenräume und die Einstellhalle (Grösse variabel) angeordnet.

E r s c h l i e s s u n g
Über den grossen Platz zentral erschlossen, liegt der eingezogene Eingang mit Windfang. Der Weg führt zu Rezeption, Foyer und weiter über das Treppenhaus mit Lift zu den Gästezimmern. Gut belichtete Korridore ermöglichen eine einfache Orientierung, schaffen spannende Sicht-
bezüge und sind auch Zonen der Begegnung. Die Küche ist durch das Treppenhaus,
resp. Lift, über das Untergeschoss mit Einstellhalle erschlossen und verfügt zudem über einen direkten Zugang im Erdgeschoss. P l a t z , B r u n n e n , B a u m
Alte Linde, ein grosser Platz mit einem hölzernen Brunnen vor dem Eingang, eine Wiese mit Sitzplätzen und ein kleiner Spielplatz prägen das Areal.
Da das Untergeschoss relativ viele der verlangten Parkplätze aufnehmen kann, werden die restlichen Parkplätze direkt in Verbindung mit der Zufahrtstrasse angeordnet.

M e h r a l s e i n K o r r i d o r , m e h r a l s e i n Z i m m e r
Die Gemeinschafträume prägen das Erdgeschoss als attraktives Raumkontinuum. Die Rezeption liegt dabei im Zentrum mit Überblick und Verbindung zum Büro.
Hier im östlichen Teil liegt das gut einsehbare, besonnte Spielzimmer, davor die Internet-
stationen. Der Essbereich im westlichen Gebäudeteil wird durch den Gebäudekern in eine ruhige und eine offenere Zone gegliedert. Zum Verweilen, mit Blick auf das Cheminéefeuer, lädt die Lounge ein und wird direkt von der Bar/Rezeption bedient.
Alle Hotelzimmer überzeugen auf knapper Grundfläche mit ihrer Raumgliederung und einer unterschiedlichen Befensterung. Kleine Vorzonen mit jeweils Toilette, Duschraum, Lavabo und Schränken strukturieren die hellen Zimmer mit unterschiedlicher Bettenzahl. Im räumlich freistehenden Sanitärkern finden sich die gemeinsamen Toiletten und Duschen.
Der umlaufende Korridor schliesst an drei Stellen direkt an die Fassade an, versorgt diesen und die breiteren Aufenthalts- und Lesebereiche mit Tageslicht. Diese Bereiche bieten zudem spannende Ausblicke in die Landschaft.
Die kompakte Dachwohnung ist südorientiert und direkt vom Treppenhaus aus zugänglich.