I d e e
Die Geste ist einfach: Alles unter einem Dach. Das neue Gebäude
ist schlicht, kompakt und vermittelt mit seinem asymmetrischen Satteldach
und unterschiedlichen Gebäudetiefen zwischen den projektierten
und bestehenden Nachbarbauten. Das Terrain wird weitgehend belassen
und die grossen Bäume erhalten. Um wertvollen Aussenraum auf der
Süd- und auch Westseite zu schaffen, wird das Gebäudevolumen
an den Fuss des Hanges gerückt. Eine hölzerne, feingegliederte
und raumhaltige Fassade übernimmt die regionale Bauweise und interpretiert
diese zeitgemäss.
K o n t e x t
Westlich vom Saaner Dorfkern liegt die Davidsmatte, auf welcher markante
neue Hotel-, Residenz- und Wohnbebauungen projektiert sind. Die Jugendherberge
an der Schnittstelle zwischen Hotel und Wohnhäusern, soll darauf
Bezug nehmen und dennoch eigenständig
bleiben. Ein massives Sockelgeschoss, darauf aufgesetzt eine Holzfassade
und ein prägnantes flachgeneigtes Schrägdach verortet und
integriert das Gebäude baulich in der Region.
S t r u k t u r u n d V a r i a b i l i t ä t
Das Erdgeschoss birgt Eingang, Foyer, Rezeption, die Gemeinschafträume,
wie Essraum, Lounge und Spielzimmer, sowie die Küche und die nötigen
Nebenräume. Kern, Treppenhaus und Eingang: drei Räumlinge
gliedern das Geschoss. Die Obergeschosse weisen eine modulare, differenzierte
und variable Gästezimmerstruktur, sowie die Dachwohnung auf. Ein
massiver, tragender Kern umschliesst die nötigen gemeinsamen Sanitäranlagen.
Im teilweise beheizten Untergeschoss sind Technik, Nebenräume und
die Einstellhalle (Grösse variabel) angeordnet.
E r s c h l i e s s u n g
Über den grossen Platz zentral erschlossen, liegt der eingezogene
Eingang mit Windfang. Der Weg führt zu Rezeption, Foyer und weiter
über das Treppenhaus mit Lift zu den Gästezimmern. Gut belichtete
Korridore ermöglichen eine einfache Orientierung, schaffen spannende
Sicht-
bezüge und sind auch Zonen der Begegnung. Die Küche ist durch
das Treppenhaus,
resp. Lift, über das Untergeschoss mit Einstellhalle erschlossen
und verfügt zudem über einen direkten Zugang im Erdgeschoss.
P l a t z , B r u n n e n , B a u m
Alte Linde, ein grosser Platz mit einem hölzernen Brunnen vor dem
Eingang, eine Wiese mit Sitzplätzen und ein kleiner Spielplatz
prägen das Areal.
Da das Untergeschoss relativ viele der verlangten Parkplätze aufnehmen
kann, werden die restlichen Parkplätze direkt in Verbindung mit
der Zufahrtstrasse angeordnet.
M e h r a l s e i n K o r r i d o r ,
m e h r a l s e i n Z i m m e r
Die Gemeinschafträume prägen das Erdgeschoss als attraktives
Raumkontinuum. Die Rezeption liegt dabei im Zentrum mit Überblick
und Verbindung zum Büro.
Hier im östlichen Teil liegt das gut einsehbare, besonnte Spielzimmer,
davor die Internet-
stationen. Der Essbereich im westlichen Gebäudeteil wird durch
den Gebäudekern in eine ruhige und eine offenere Zone gegliedert.
Zum Verweilen, mit Blick auf das Cheminéefeuer, lädt die
Lounge ein und wird direkt von der Bar/Rezeption bedient.
Alle Hotelzimmer überzeugen auf knapper Grundfläche mit ihrer
Raumgliederung und einer unterschiedlichen Befensterung. Kleine Vorzonen
mit jeweils Toilette, Duschraum, Lavabo und Schränken strukturieren
die hellen Zimmer mit unterschiedlicher Bettenzahl. Im räumlich
freistehenden Sanitärkern finden sich die gemeinsamen Toiletten
und Duschen.
Der umlaufende Korridor schliesst an drei Stellen direkt an die Fassade
an, versorgt diesen und die breiteren Aufenthalts- und Lesebereiche
mit Tageslicht. Diese Bereiche bieten zudem spannende Ausblicke in die
Landschaft.
Die kompakte Dachwohnung ist südorientiert und direkt vom Treppenhaus
aus zugänglich.
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